Fallstudie · Restaurant in Gießen

Yagi Sushi Gießen
eigenes Bestellsystem statt Portal

Wie ein Sushi-Restaurant mit Lieferservice seine Online-Bestellungen auf die eigene Website geholt hat, ohne Provision pro Bestellung. Live seit August 2026.

2026live seit August
1 von 5Besuchern der Bestellseite bestellte am ersten Tag
0 %Provision pro Bestellung
100 %der Kundendaten beim Restaurant
Ausgangslage

Das Bestellsystem fiel weg, die Portale kosteten

Yagi Sushi & Poké Bowls ist ein Restaurant mit Lieferservice in Gießen.

Das bisherige Online-Bestellsystem wurde eingestellt, und über die Lieferportale ging von jeder einzelnen Bestellung eine Provision ab. Portale bringen zwar Sichtbarkeit, aber sie verdienen an jedem Essen mit. Dazu kommt ein Punkt, den viele Gastronomen erst spät merken: Die Gäste bestellen beim Portal, nicht beim Restaurant. Name, Adresse und Bestellverlauf liegen dort.

Das Ziel war deshalb klar: Gäste sollen direkt auf der eigenen Website bestellen, ohne Provision und ohne Umweg. Die Bestellung muss zuverlässig in der Küche ankommen, und die Fahrer sollen ihre Touren ohne Zettelwirtschaft fahren können.

yagi-giessen.de

Die Website

Speisekarte, Infos und Bestellung unter einer eigenen Adresse

Startseite
Die Gerichte stehen im Mittelpunkt, der Weg zur Bestellung ist von jeder Stelle aus einen Tipp entfernt.
Infos und Lieferzonen
Öffnungszeiten, Liefergebiet und die Frage „Liefert ihr zu mir?“ sind als Text auf der Seite, damit Google sie lesen kann und Gäste nicht anrufen müssen.
Eigene Domain
Gäste merken sich yagi-giessen.de, nicht den Namen eines Portals.
Umsetzung

Ein System von der Bestellung bis zur Haustür

Alles stammt aus einer Hand und ist auf die Abläufe von Yagi zugeschnitten. Gebaut ist es als Orri Bestellsystem.

Bestellung mit Konfigurator

Gäste stellen ihre Poké Bowl selbst zusammen: Basis, Zutaten, Extras. Wer etwas nicht verträgt, wählt einen Ersatz, und die Anmerkung landet direkt bei der Küche.

Lieferzonen und Vorbestellung

Die Adresse wird automatisch einer Lieferzone mit passendem Mindestbestellwert zugeordnet. Wer für später bestellen will, wählt einen Tag und eine Uhrzeit im Voraus.

Küchen-Tablet

Neue Bestellungen kommen mit Ton an und werden mit einer Zeitzusage angenommen. Spalten für Neu, Küche, Bereit und Unterwegs zeigen auf einen Blick, wo jede Bestellung steht.

Fahrer-App

Die Fahrer öffnen die App im Browser ihres eigenen Handys. Sie sehen ihre Tour in sinnvoller Reihenfolge, starten die Navigation mit einem Tipp und wissen, welcher Betrag bar zu kassieren ist.

Status-Seite für Gäste

Nach der Bestellung sehen Gäste, ob die Küche angenommen hat und wann das Essen kommt. Ist der Fahrer unterwegs, zeigt die Seite, wie viele Lieferungen noch vor der eigenen anstehen.

Automatische E-Mails

Wer eine E-Mail-Adresse angibt, bekommt eine Eingangsbestätigung mit Link zur Status-Seite und eine Nachricht, sobald die Bestellung angenommen ist. Im Design des Restaurants.

Am Handy

Bestellt wird fast immer vom Handy

Deshalb ist die Bestellseite zuerst für kleine Bildschirme gebaut. Große Tippflächen, der Warenkorb immer erreichbar, keine Pflicht zur Registrierung. Wer schon einmal bestellt hat, findet Name und Adresse auf demselben Handy beim nächsten Mal vorausgefüllt.

Bezahlt wird wie gewohnt, bei Abholung im Laden und bei Lieferung beim Fahrer. Das Bestellsystem ergänzt die vorhandene Kasse, es ersetzt sie nicht. Die Kasse im Laden blieb also, wie sie war.

Bestellseite ansehen
Start und danach

Jeden Tag im Laden, in der Startwoche

Ein Bestellsystem zeigt seine Schwächen nicht am Schreibtisch, sondern am Freitagabend in der Küche.

Deshalb war ich in der ersten Woche nach dem Start jeden Tag bei Yagi im Laden. So habe ich gesehen, wie Küche und Fahrer wirklich mit Tablet und App arbeiten, und konnte Kleinigkeiten sofort anpassen, statt sie auf eine Liste für später zu schreiben.

Auch nach der Startwoche ging die Arbeit weiter. Das Küchen-Tablet habe ich nach den Rückmeldungen aus der Küche neu aufgeteilt, sodass jede Bestellung sichtbar durch die Stationen Neu, Küche, Bereit und Unterwegs wandert. Die Status-Seite zeigt Gästen inzwischen, wie viele Lieferungen noch vor ihrer eigenen anstehen, und die Tourplanung der Fahrer-App ist nach den ersten Wochen im Betrieb genauer geworden. Solche Änderungen entstehen nur, wenn der Entwickler weiß, wie es im Laden zugeht.

„Sachen wie Dressing separat verpacken oder Vorbestellungen mit Wunschzeit waren am nächsten Tag drin. Auch danach ist er immer erreichbar wenn was geändert werden soll, das kenne ich von anderen Anbietern anders.“Tuan Hiep Phung, Yagi Sushi Gießen, auf Google
Ergebnis

Jede fünfte Person bestellte am ersten Tag

Am Starttag hat jede fünfte Person, die die Bestellseite geöffnet hat, auch eine Bestellung abgeschickt.

Die Zahl beschreibt genau diesen ersten Tag: Besucher der Bestellseite im Verhältnis zu abgeschickten Bestellungen. Mehr Zahlen nenne ich an dieser Stelle nicht, weil sie Geschäftszahlen des Restaurants sind.

Was sich dauerhaft geändert hat, lässt sich ohne Zahlen sagen: Die Online-Bestellungen laufen über die eigene Website. Für keine davon fällt eine Provision an. Und die Kundendaten liegen beim Restaurant, nicht bei einem Portal.

„In der ersten Woche nach dem Start war er jeden Tag bei uns im Laden […]. Preis war fair und vorher klar, keine laufenden Gebühren.“Tuan Hiep Phung, Inhaber Yagi Sushi Gießen, auf Google

Yagi ist im Sommer 2026 zum damaligen Einmalpreis gestartet. Für neue Betriebe gilt heute: 2.490 € Einrichtung plus 69 € im Monat für Betrieb und Pflege, Details auf der Seite Bestellsystem.

Dein Restaurant

Weg von der Provision, hin zur eigenen Bestellung

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